Selim Özkan erklärt wie man den Lebensbaum benutzt,
um persönliche Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen.
Auschnitt: 12:09 min.
Seminar zum Thema am 25.02.2012 in Berlin: weitere Informationen hier
Der kabbalistische Lebensbaum, der
Etz Chaim (hebr. עץ חיים)
ist ein zentrales System der Kabbalah und beschreibt die Manifestationen
der göttlichen Schöpfung im Buch der Formung, dem Sefer
Jetzirah (hebr. ספר
יצירה). Der Lebensbaum ist unterteilt in
mehrere Stufen der zehn Urziffern, den Sefirot (sing. Sefira),
welche über die 22 Pfade, die den 22 Buchstaben des hebr. Alphabets
zugeordnet, miteinander verbunden sind.![]()
Das Urlicht, das Ayn Soph (oder En Sof), welches man auch
als das unendliche Licht Gottes bezeichnen könnte, bildet die erste
Stufe, die erste Motivation der Schöpfung Gottes oder vielmehr der
ersten Bewegung des Gottes ausserhalb von Gott. Das größte
Wesen der Welt, welches für den menschlichen Verstand nicht
annähernd zu erfassen ist. Durch die Kontraktion und Expansion des
selben, entstehen die einzelnen Sefirot und somit alle Erscheinungen des
Seins innerhalb der vier Welten Assia, die Welt der Handlung, Jetzirah,
die Welt der Formung, Briah, die Welt der Kreation oder Schöpfung,
und der Welt Atziluth die das Übernatürliche beherbergt.
Die oberste Sefira Kether, stellt hierbei die Anwesenheit Gottest in der
Schöpfung dar, während die unterste Sefira Malkuth, die
Materie beschreibt (Erde, unser Planet). Zwischen diesen Beiden
Entitäten, liegt das menschliche Bewusstsein, Sefira Tiferet.
Zwischen dem Bewusstsein und dem Irdischen, liegt das Unterbewusstsein
aus welchem die Sefira Yesod resultiert.
Zwischen der reinen Bewusstheit und dem Unterbewusstsein, liegt im Baum des Lebens das Denken: links, in Sefira Hod, das analytische Denken, rechts davon in Sefira Netzach das kreative Denken.
Die rechte Seite des Etz Chaim, beschreibt daraus folgend, das nehmende, weibliche Prinzip (man stelle sich dies natürlich umgekehrt im menschlichen Körper selbst vor: die linke Seite des Baums, entspricht der rechten Seite des menschlichen Körpers und umgekehrt), welches sich durch die Sefirah Chokmah manifestiert, das gebende, männliche Prinzip, auf der linken Seite, manifestiert durch die Sefira Binah.
Es gibt sieben irdische Sefirot (Malkuth, Yesod, Netzach, Hod, Tiferet, Geburah, Chesed) und drei himmlische oder göttliche Sefirot (Binah, Chokmah, Kether). Diese sind voneinander getrennt und werden über die Erkenntnis (Daat) überbrückt.
In meiner Veranschaulichung finden sich ausserdem, am Fuß der Illustration, die drei Säulen: die Härte (Binah, Geburah und Hod), die Milde (Kether, Tiferet, Yesod und Malkuth) und die Barmherzigkeit (Chokmah, Chesed und Netzach).
Links des Baumes versuche ich die sieben Ebenen dieser Entitäten des menschlichen Seins mit den Chakren aus der fernöstlich-indischen Tradition in Verbindung zu bringen.
Bitte klicken Sie einfach auf die verschiedenen Positionen in der Grafik:
